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02.07.2026

PRESSEMITTEILUNG: bne begrüßt Verteilnetz-Offensive im Programm für Aufschwung und Beschäftigung: Jetzt müssen den Ankündigungen schnell Taten folgen

Berlin, 2. Juli 2026 – Der Bundesverband Neue Energiewirtschaft (bne) begrüßt die im Programm „Aufschwung und Beschäftigung“ angekündigten Maßnahmen zur Beschleunigung des Verteilnetzausbaus. Zahlreiche bne Vorschläge finden sich in dem Energieteil des Koalitionspapiers wieder. Nun kommt es auf eine schnelle und koordinierte Umsetzung an, um aus der Netzkrise zu kommen.

Positiv ist insbesondere, dass die Bundesregierung den wachsenden Anschlussbedarf über alle Branchen hinweg ausdrücklich anerkennt und zur Priorität macht. Jeder Netzanschluss bringt Wertschöpfung und trägt damit zur Stärkung der Wirtschaft bei. Ein schneller Ausbau und eine bessere Auslastung der Verteilnetze sind die zentrale Voraussetzung für eine bezahlbare und erfolgreiche Energiewende

Der bne begrüßt außerdem die geplante Beschleunigung der Digitalisierung im Netz und am Kundenende. Ein ambitionierterer Smart-Meter-Rollout, inklusive drastischer Vereinfachungen; die Schaffung einer zentralen Datenplattform für Netzanschlusskapazitäten etc., sowie eine stärkere Zusammenarbeit der mehr als 850 Verteilnetzbetreiber sind Voraussetzung für moderne Stromnetze. „Die Regierung verspricht endlich zu liefern. Zentrale Punkte, die die sichere und preisgünstige Versorgung der Wirtschaft und die Energiewende seit langem behindern, werden adressiert.“ Sagt Robert Busch, Geschäftsführer des bne

Dazu kommt, dass die Kostenersparnisse laut Studie „Kostensenkungspotentiale im Verteilnetz“ mindesten 5 Mrd. im Jahr betragen. Diese Potentiale gilt es jetzt mit höherer Netzauslastung, Verteilnetzbetreiber Kooperationen und effizienteren Prozessen zu heben.
Die Richtung stimmt also – jetzt muss die Bundesregierung den nächsten Schritt gehen. Das angekündigte Verteilnetzpaket darf allerdings kein Einzelprojekt bleiben, sondern muss sinnvollerweise gemeinsam mit dem noch unausgegorenen Netzanschlusspaket gedacht, koordiniert und umgesetzt werden. Aber die Zeit drängt, denn der Beschluss des EEGs kann nicht auf die Netzpakete warten. Aus Verantwortung vor der Wirtschaft kann sich die Regierung das Risiko eines Fadenrisses aufgrund fehlender beihilferechtlicher Genehmigung nicht leisten.

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Markus Schleuning

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