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Stellungnahmen | Digitalisierung

bne-Stellungnahme zur BSI TR-03109-1, Anlage VII für Smart-Meter-Gateways

bne-Kommentar zum Entwurf (30.11.2018) einer neuen Anlage VII der Technischen Richtlinie TR-03109-1 des BSI zur Festlegung eines Interoperabilitätsmodells und funktionaler Geräteprofile für SMGW

Der vorliegende Entwurf einer Anlage VII zur TR-03109-1 des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) beschreibt einen Mindestfunktionsumfang, der von allen zertifizierten Smart-Meter-Gateways (SMGW) der Generation 1 zu erfüllen ist. Nach Einschätzung des Bundesverbandes Neue Energiewirtschaft e.V. (bne) laufen die dort beschriebenen Anforderungen auf einen weiteren Rückschritt hinaus. Sollte es nach dem Entwurf gehen, müssten intelligente Messsysteme der ersten Generation für den Erhalt des BSI-Zertifikats weniger Funktionen vorweisen, als etwa die heute verbreiteten analogen Messsysteme. Anders als bisher bekannt, sollen SMGW der Generation 1 nur noch drei Tarifanwendungsfälle verpflichtend abdecken – der zeitvariable Tarif wird auf „optional“ zurückgestuft. Die optionalen Anforderungen führen dazu, dass unklar sein wird, welche Funktionen die nach ein und derselben Technischen Richtlinie zertifizierten intelligenten Messsysteme jeweils mitbringen. Das Angebot von Mehrwertdiensten und Energielösungen ist auf dieser Grundlage praktisch nicht möglich. Der bne fordert daher Anpassungen zur Anlage VII: TAF 2 und TAF 8 sind als zwingend erfüllende Kriterien zu setzen und der Anforderungskatalog ist abschließend zu regeln (optionale Anforderungen streichen). Außerdem ist durch eine generelle Update-Fähigkeit sicherzustellen, dass zukünftig hinzukommende Funktionen auch auf bereits installierte Gateways ausgerollt werden können und werden. Es darf keine Zertifizierung bzw. kein Rollout starten, bis die beschriebenen Anforderungen von den Messgeräten tatsächlich abgedeckt werden.

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