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Pressemitteilung & Statement

bne zum Ergebnis der 1. Sonderausschreibungsrunde für Photovoltaik

Ergebnis der 1. Sonderausschreibungsrunde für Photovoltaik spiegeln nicht die Kostenentwicklung wider, zeigen aber umso dringender den grundsätzlichen Reformbedarf

Berlin, 28.3.2019: Die Bundesnetzagentur hat heute die Ergebnisse der ersten Sonderausschreibungsrunde für Photovoltaik veröffentlicht. Demnach ist der durchschnittliche, mengengewichtete Zuschlagswert im Vergleich zur vorhergehenden Ausschreibungsrunde um rund 40 Prozent gestiegen. Das Ausschreibungsvolumen betrug 500 Megawatt. (Zum Vergleich: Das Volumen der ersten regulären Runde in diesem Jahr betrug 175 Megawatt. Der durchschnittliche, mengengewichtete Zuschlagswert betrug im Februar 2019 noch 4,80 ct/kWh.) Das Ergebnis der Ausschreibung kommentiert Robert Busch, Geschäftsführer des Bundesverbandes Neue Energiewirtschaft:

„Das Ergebnis der Sonderausschreibungsrunde 2019 spiegelt nicht die Kostenentwicklung wider. Die hohen Zuschlagswerte sind das Ergebnis einer Verkettung verschiedener Ereignisse und Maßnahmen“. Die genaue Ursache muss schnell analysiert werden. Sicherlich spielt bei der Preisverzerrung die kurzfristig auf das dreifache erhöhte Ausschreibungstranche genauso eine wichtige Rolle, wie der deutlich zu hoch angesetzte Höchstwert.  Diese Verkettung verzerrt jedoch die Realität: Die Kosten für Photovoltaik sinken kontinuierlich und nähern sich damit einem wettbewerblichen Niveau an. Dieser Pfad muss auch künftig die Maßgabe der Branche für die Kosten des Photovoltaikausbaus darstellen. Damit das aktuelle Ausschreibungsergebnis eine Ausnahme bleibt, muss die Politik gegensteuern – vor allem auch, um unnötige Mitnahmeeffekte zu vermeiden.

„Grundsätzlich zeigt sich hier, dass ständige Eingriffsverwaltung und politische Symptomkuriererei innerhalb des Systems nicht mehr zielführend ist, und die eigentliche Aufgabe nur vor sich her schiebt.  Die Integration der Erneuerbaren Energien in den Energiemarkt  muss durch funktionierendes System mit marktlicher Nachfrage erfolgen.“

Pressekontakt:

Bundesverband Neue Energiewirtschaft e.V.
Alena Müller
Fon: +49 30/ 400 548-18
alena.mueller@bne-online.de

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