Zum Inhalt springen
Pressemitteilung & Statement

bne-Statement zum Fortschrittsbericht Energiewende

Das Bundeswirtschaftsministerium hat den zweiten Fortschrittsbericht zum Stand der Energiewende veröffentlicht.

Berlin, 6.6.2019: Das Bundeswirtschaftsministerium hat heute den zweiten Fortschrittsbericht zum Stand der Energiewende veröffentlicht. Auf der Grundlage einer mehrjährigen Datenbasis gibt er Aufschluss über den Stand der Energiewende. Hierzu erklärt Robert Busch, Geschäftsführer des Bundesverbandes Neue Energiewirtschaft:

„Der heute veröffentlichte Fortschrittsbericht zeigt durchaus energiepolitische Fortschritte aber auch viele Versäumnisse. Während die Energiewende im Stromsektor aufgrund des Ausbaus erneuerbarer Energien vorankommt, fehlt den Bereichen Wärme und Verkehr weiterhin die Initialzündung. Es gilt, die Energiewende schneller, inspirierter  und konstruktiver in allen Sektoren umzusetzen. Dafür ist auch ein deutlich stärkerer Ausbau erneuerbarer Energien notwendig, der aber vorrangig über zeit- und marktgemäße Mechanismen  erfolgen muss.

Eine  Maßnahme, die keinen weiteren Aufschub mehr duldet, ist die Einführung eines wirksamen CO2-Preises für alle Sektoren. Nur so entsteht ein Level-Playing-Field zwischen den Energieträgern, das die Grundlage ist, um Ökostrom für das Heizen und Fahren attraktiv zu machen und so endlich eine echte Nachfrage aus dem Markt  ermöglicht. Eine weitere zentrale Voraussetzung ist die längst überfällige Reform des Abgabe- und Umlagesystems bei den Energiepreisen bei. Sollte es nicht gelingen, den Einsatz von Ökostrom für das Heizen und Fahren attraktiver zu machen, wird ein Rückgang der Emissionen in diesen Sektoren nicht gelingen und damit die Klimaschutzziele nicht zu erreichen sein. Entsprechend fordert genau dies auch die Stellungnahme der Expertenkommission zu dem Bericht.

Damit der Strommarkt in Zukunft adäquat auf die Energieerzeugung aus einer Vielzahl regenerativer Quellen reagieren kann, ist die Vernetzung von Erzeugung und Verbrauch über eine automatisierte Mess- und Steuerungsinfrastruktur essentiell. Hier ist der aktuelle Stand katastrophal .Nur durch einen angemessenen und vor allem  technologieoffeneren Regulierungsrahmen auf dem aktuellen Stand der technischen Entwicklung, können  Flexibilitätspotenziale nutzbar gemacht, neue Geschäftsmodelle ermöglicht und gleichzeig lokale Netzsituationen berücksichtigt werden.“

Pressekontakt:
Bundesverband Neue Energiewirtschaft e.V.
Alena Müller
Fon: +49 30/ 400 548-18
alena.mueller@bne-online.de

Kontakt