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Pressemitteilung & Statement | Mobilität Erneuerbare

bne zum Klimaschutzplan: Mehr Anreize für Wärme- und Verkehrswende

Der bne begrüßt den Klimaschutzplan 2050 der Bundesregierung. „Für eine Industrienation wie Deutschland bedeutet der Umbau zu einer klimaneutralen Wirtschaft sehr viele Chancen“, betont bne-Geschäftsführer Busch. Aus Sicht des bne sind aber deutlich konkretere Maßnahmen im Wärmesektor und bei der Elektromobilität nötig.

Das Umsetzen der Klimaziele von Paris bedeutet eine klimaneutrale Energiewirtschaft, eine Kopplung der Sektoren Strom, Wärme und Mobilität. „Dieser Weg muss nun schnell ausgestaltet werden“, so bne-Geschäftsführer Busch. Hier sind noch weitere Klarstellungen nötig, etwa wie lange an der Kohlverstromung festgehalten werden soll und welche Rolle flexible und CO2-ärmere Gaskraftwerke bei der Transformation spielen.

Auf kurze Sicht sollte es darum gehen, Hemmnisse für die Kopplung der Sektoren abzubauen und richtige Anreize zu setzen. „Es ist daher ein gutes Signal, dass der Klimaschutzplan vorsieht, die Anreiz-und Lenkungswirkung der Energiepreisbestandteile zu überprüfen, die etwa erneuerbare Wärmestromanwendungen erschweren und fossile Brennstoffe forcieren.“

Kaufprämie für nicht fossile Heizungen

Trotz vieler politischer Diskussionen und zahlreicher Förderprogramme im Wärmemarkt, ist die Energiewende dort bisher kaum angekommen. „Aus unserer Sicht fehlt es an klaren und transparenten Anreizen, um das bestehende CO2-Minderungspotenzial im Wärmemarkt zu heben“, sagt Busch. Der bne schlägt daher eine Kaufprämie für nicht fossile Heizungen vor. „Eine Kaufprämie wäre ein klares Signal für Planer und das Handwerk, sich am Ausbau von klimafreundlichen Heizlösungen zu beteiligen und würde Verbrauchern einen zusätzlichen Investitionsanreiz geben“, so Busch. Denkbar wäre zudem, eine herstellerbezogene Mindestquote für nichtfossile Heizsysteme einzuführen.

Mindestquote für Elektroautos

Deutlich mehr Anreize sind zudem notwendig, um die Energiewende im Verkehr anzuschieben. So ist absehbar, dass die Bundesregierung ihre Ziele für die Elektromobilität bei aktuell nur rund 30.000 zugelassen E-Autos verfehlen wird. Der bne schlägt daher eine auf den europaweiten Absatz der Hersteller ausgerichtete Mindestquote für Elektroautos von 15 Prozent im Jahr 2025 vor. Nach derzeitigem Stand würde dies in Deutschland rund 450.000 Fahrzeugen pro Jahr entsprechen.

„Wir brauchen eine Mindestquote für Elektroautos, damit die Energiewende auch im Verkehrssektor Fuß fasst. Hier sind die Emissionen in den vergangenen Jahren sogar gestiegen. Mit der Mindestquote würde der Druck auf die Hersteller erhöht, ihre Ankündigungen beim Ausbau der Elektromobilität auch tatsächlich in die Tat umzusetzen“, so bne-Geschäftsführer Busch.