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Energienews für Mitglieder

Liebe Mitglieder,

bis zum Jahr 2040 wird die globale Energienachfrage mindestens um ein Viertel steigen. Die Nachfrage nach Strom wird deutlich schneller wachsen als nach Energie insgesamt – und 2040 gut doppelt so hoch sein wie heute. Das prognostiziert der Weltenergierat in seinem diesjährigen World Energy Outlook, den er in dieser Woche in London vorstellte. Insgesamt zeichnet er in vier Szenarien ein Bild von der Zukunft und politische Entscheidungsträger aus aller Welt schauen auf diesen Bericht, um energiepolitische Entscheidungen vorzubereiten. Der Weltenergierat geht davon aus, dass Megatrends wie Digitalisierung, Elektrifizierung oder Ausbau Erneuerbarer Energien zu großen Umwälzungen für den globalen Energiesektor führen. Besonders der Stromsektor erlebe die einschneidendste Transformation seit seinem Entstehen.

Eine ausführliche Zusammenfassung der Ergebnisse finde Sie auf der Website der IEA (in englischer Sprache).

Weitere wichtige Energienachrichten dieser Woche aus Bonn, Berlin und Brüssel:

TOP-NEWS I: bne-Stellungnahme zum CEER-Leitfaden für Bündelprodukte

Der bne hat am 14. November seine Stellungnahme zum Leitfaden für Bündelprodukte des Rates der europäischen Regulierungsbehörden (CEER) vorgelegt. Der Leitfaden zielt darauf ab, Verbraucher zu schützen, die Bündelprodukte innerhalb oder zwischen Wirtschaftssektoren kaufen. Bei einem Bündelprodukt handelt es sich z.B. um einen Strom- oder Gasvertrag der mit einem Handyvertrag gekoppelt wird. Dabei handelt es sich um Produkte die alle Sektoren (nicht nur den Energiesektor) abdecken. Der Entwurf enthält Empfehlungen an Unternehmen zu Bündelprodukten (z.B. bezüglich Einfachheit, klarer Haftungsgrundsätze, Transparenz, Abrechnung und Informationen über Vertragsbedingungen) und an Regulierungsbehörden (in Bezug auf allgemeine Regeln für Bündel im Verbraucherrecht, Schutz wesentlicher Dienste, sektorübergreifende Zusammenarbeit und Marktüberwachung), Die potenzielle Komplexität und der multisektorale Charakter von Bündelprodukten werfen die Frage auf, wie Verbraucher angesichts komplexer Produkte und Märkte bessere Entscheidungen treffen können.

Der bne begrüßt die Idee des Rates, Leitlinien und Empfehlungen für die Verbesserung von Bündelprodukten aufzustellen. Dabei ist aus Sicht des bne wichtig, dass Innovation nicht durch Überregulierung verhindert wird und dass den Verbrauchern maximale Transparenz bei den Vertrags- sowie den allgemeinen Geschäftsbedingungen geboten wird. Weiterhin sollten die europäischen Leitlinien in Übereinstimmung mit nationalen Vorschriften aufgestellt werden. Ein eigenes europäisches Regelwerk zu Bündelprodukten erachtet der bne als nicht sinnvoll.

Zum Download:

Die bne-Stellungnahme

TOP-NEWS II: bne-Stellungnahme zum Energiesammelgesetz

Der bne hat am 16. November im Rahmen der Konsultation des Bundeswirtschafts-ministeriums zum Energiesammelgesetz Stellung genommen. Mit der geplanten Absenkung der Einspeisevergütung für PV-Anlagen von 40 kWp bis 750 kWp zum 1.1. 2019 wird die Mieterstromförderung stark gesenkt. Die Förderung von Großanlagen würde nach der neuen Regelung um bis zu 60% einbrechen. Der bne lehnt daher in seiner Stellungnahme die geplante Kürzung des Mieterstromzuschlages ab und fordert, dass die Absenkung der Einspeisevergütung und der Mieterstromzuschlag gemeinsam bewertet werden müssen.

Des Weiteren muss nach bne-Ansicht die Rolle von Erneuerbaren und KWK-Anlage im Rahmen von Resdispatchmaßnahmen konkretisiert werden. Der Gesetzgeber soll dabei sicherstellen, dass die EE- und KWK-Anlagen nur dann für den Redispatch herangezogen werden, wenn diese Anlagen einen besonders großen Einfluss auf den zu behebenden Engpass haben oder keine anderen Alternativen vorliegen.

Anpassungsbedarf sieht der bne auch bei der Standardisierung von Prozessen und Bedingungen für den Netzanschluss auf Ebene der Verteilnetzbetreiber, um den Verwaltungsaufwand für Energieversorger mit neuen, energiewendefreundlichen Geschäftsmodellen und für private Verbraucher möglichst gering zu halten.

Zum Download:

Die bne-Stellungnahme

 

TOP-NEWS III: bne-Webinar zu Batteriespeicher am 7. Dezember – Geschäftsmodelle und (rechtliche) Hürden für einen optimalen Einsatz

Batteriespeicher sind multifunktionale Dienstleister, um lokal und regional, systemdienlich und sektorenübergreifend die notwendige Flexibilität zu erbringen. Verschiedenste Geschäftsmodelle rund um die zeitliche Verschiebung von Strommengen haben sich in den letzten Jahren entwickelt: So kommen Speicher nutzerbezogenen zum Einsatz, z.B. zur Eigenverbrauchsoptimierung oder Notstromversorgung. Sie werden aber auch marktorientiert verwendet – bei der Regelleistungserbringung, zur Spannungshaltung und Verbesserung der Schwarzstartfähigkeit. In vielen Fällen werden Batteriespeicher jedoch nur für einen der beschriebenen Anwendungsfälle genutzt. Sogenannte Multi-Use-Ansätze, also die gleichzeitige Nutzung verschiedener Anwendungen, gibt es kaum. Dies wirkt sich sowohl auf ihr energiewirtschaftliche Potenzial als auch auf die Wirtschaftlichkeit von Batteriespeichern aus. Warum ist das so? Beim Einsatz von Batteriespeichern sind zahlreiche Ausnahme- und Sonderregeln, die u.a. Mehrfachbelastungen durch Umlagen und Abgaben verhindern sollen, zu beachten.

Bis die Politik Batteriespeichern eine eigenständige Rolle neben Erzeugung, Transport und Verbrauch zuschreibt und sachgerechte Rechtsfolgen für die Speicherung von Energie in den verschiedenen Anwendungen, Dienstleistungen und Sektoren entwickelt, müssen Anwender weiterhin im bestehenden Rechtsrahmen ihre Geschäftsmodelle umsetzen.

Hier setzt das bne-Webinar an und klärt u.a. folgende Aspekte:

  • Auf welche rechtlichen Besonderheiten muss beim Einsatz von Batteriespeichern geachtet werden?
  • Welche Betriebsweisen von der Eigenstromversorgung bis zu Multi-Use-Ansätzen lassen sich bereits heute umsetzen und worauf ist dabei zu achten?

Referenten:

Dr. Florian Valentin, Rechtsanwaltskanzlei vBVH: Rechtliche Einordnung von Batteriespeichern

Franz-Josef Feilmeier, Fenecon (angefragt): Vom Prosumer zum Flexumer - mit Heimspeichern vom Regelenergiemarkt profitieren

Matthias Dilthey, sonnen eService (angefragt): Wie sich die Eigenversorgungsoptimierung und die Direktvermarktung vereinbaren lassen

Einführung und Moderation, Markus Meyer, bne

An welche Zielgruppe richtet sich das Webinar?

Das Webinar richtet sich an diejenigen, die mit Geschäftsmodellen rund um das Thema Batteriespeicher in Berührung kommen. Dies sind die in der Energiewirtschaft angesiedelten Akteure wie Lieferanten, Mieterstromanbieter, Direktvermarkter, Stromversorger, Energiedienstleister.

Organisatorische Details:

Es besteht die Möglichkeit, den Referenten schriftlich Fragen zu stellen.

Das Webinar wird aufgezeichnet und im Anschluss allen Teilnehmern zur Verfügung gestellt.

Das Webinar findet statt am 7. Dezember von 11 bis 12:15 Uhr. Tickets kosten 42,-€ (netto), bne-Mitglieder zahlen nur 29,-€ (netto).

Weitere Informationen:

 

Die Anmeldung zum Webinar über Eventbrite

 

EU: Europäisches Parlament stimmt für ersten Teil des Energiepakets

Nach der Einigung im Trilogverfahren im Juni 2018 (der bne berichtete) hat das Europäische Parlament nun am 14. November die neuen Vorschriften über erneuerbare Energie, Energieeffizienz und das Governance-System der Energieunion auch formell verabschiedet. Bis 2030 muss sich demnach die Energieeffizienz in der EU um 32,5 % gesteigert haben und der Anteil erneuerbarer Energien muss mindestens 32 % des Bruttoendenergieverbrauchs der EU betragen. Die Richtlinien und Verordnungen sind der erste Teil des Legislativpakets „Saubere Energie für alle Europäer“, das den Rahmen für die Umsetzung der Energieunion und der europäischen Klima- und Energieziele bis 2030 vorgibt. Bevor das Energiepaket abschließend in Kraft tritt, muss im Rahmen des EU-Rechtssetzungsverfahrens der Rat der Europäischen Union noch zustimmen.

Der zweite Teil des Legislativpakets umfasst vier Rechtsakte zum Strommarktdesign und soll voraussichtlich bis Ende des Jahres im Rahmen der Trilogverhandlungen beschlossen werden.

Zum Download:

Der 1. Teil des Legislativpakets  

EVENTS: bne ist Kooperationspartner des Forum Neue Energiewelt, des dena-Energiewende-Kongresses und der new energy world

Das 19. Forum Neue Energiewelt am 22./23. November 2018 in Berlin hat sich zur Leitkonferenz der innovativen Unternehmen der neuen Energiewelt entwickelt. Mit ca. 800 Teilnehmern aus der Branche bietet das Forum die optimale Plattform zum Networking und Austausch. Die thematischen Schwerpunkte liegen in diesem Jahr auf Digitalisierung der Energiewelt, Sektorenkopplung, Netzumbau, Energiemarkt und auf dem Austausch der Branche mit der Politik und der politischen Exekutive. Der klare Fokus auf dem Zusammenwachsen aller Energien und Akteure zu einer neuen Energiewelt stellt das Schaffen spannender Ergebnisse und intensiver Kooperationen sicher.

Der bne ist Partner des Events – bne-Mitglieder erhalten 10 Prozent Rabatt auf den Eintrittspreis. Bitte geben Sie bei der Anmeldung folgenden Code an: Partner10-Prozent-Rabatt.

 

Wie schaffen wir die Energie- und Klimaziele für 2030? Wo können wir dabei mit anderen Ländern zusammenarbeiten? Darüber sprechen Hersteller, Dienstleister, Multiplikatoren, Wissenschaft, Forschung und Start-ups auf dem dena Energiewende-Kongress 2018 am 26. und 27. November in Berlin. Der dena Energiewende-Kongress ist eine branchenübergreifende Veranstaltung zur integrierten Energiewende. Der bne ist Kooperationspartner des Kongresses – bne-Mitglieder erhalten 20 Prozent Rabatt auf den Eintrittspreis. Bitte geben Sie dazu bei der Anmeldung im Feld „Aktionscode“ den Code bne20 an.

 

Das Energiesystem ist im Umbruch – mit weitreichenden Folgen für Industrie und Gewerbe, Immobilienwirtschaft, Versorgungsunternehmen, Berater und Dienstleister im Energiemarkt. Die new energy world widmet sich den Chancen und Risiken, die sich aus Lösungen zur Vernetzung dezentraler Erzeugungs- und Abnahmekapazitäten, einem effizienten, wirtschaftlichen und versorgungssicheren Energiemanagement sowie veränderten Marktrollen ergeben. Am 11. und 12. Dezember 2018 findet im Congress Center Leipzig (CCL) die zweite Auflage der Konferenz und Fachausstellung statt. Der bne wirkt im Programmbeirat der new energy world an der Entwicklung der Konferenzinhalte mit. bne-Mitglieder können sich mit dem Anmeldecode NEW18AUS004 einen Rabatt von 30 Prozent auf ihr 2-Tages-Konferenzticket sichern.

 

bne. Wir setzen Kräfte frei.

Impressum

Redaktion: Maximilian Weiß, Cornelia Nix
Mitarbeit: Alena Müller

Geschäftsführer und Verantwortlicher für den Inhalt nach § 55 Abs. 2 RStV:
Robert Busch

Bundesverband Neue Energiewirtschaft e.V.

Hackescher Markt 4
D-10178 Berlin

Fon: +49 30/ 400 548-0
Fax: +49 30/ 400 548-10

mail@bne-online.de
www.bne-online.de

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