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bne-Stellungnahme zu Netzentwicklungsplan Gas 2020-2030

bne-Kommentar zum Konsultationsentwurf des FNB Gas vom 4. Mai 2020

Der NEP Gas muss die Auswirkungen der angekündigten verschärften Treibhausgasreduktionsziele in seinen Modellen berücksichtigen und widersprüchliche Annahmen zur Entwicklung von Gaskraftwerken zwischen dem Strom- und Gassektor aufzulösen. In der modellierten Grüngasvariante sehen wir aus mehreren Gründen keine belastbare Grundlage, um daraus einen entsprechenden Netzausbaubedarf bis 2030 zu empfehlen.

Im Vorwort des Entwurfs wird richtigerweise zwar angerissen, dass die EU-Kommission die Klimaschutzziele anpassen wird - das ist Teil des angekündigten Green Deals: Anstatt der bisher angestrebten Einsparung von 40 % gegenüber dem Niveau von 1990, soll die EU bis 2030 50 % oder sogar 55 % der Treibhausgase einsparen. Leider findet sich das weder in den der Modellierung zugrunde gelegten Szenarien wieder, noch werden die Konsequenzen verschärfter Klimaziele an anderer Stelle des NEP-Entwurfs thematisiert.
Das irritiert vor dem Hintergrund, dass auf Grundlage des NEP Investitionsentscheidungen getroffenen werden, die von den Nutzern jeweils mit über 50 Jahre Laufzeit finanziert werden sollen. Daher müssen erkennbar angepasste CO2-Einsparziele frühzeitig in der NEP-Modellierung berücksichtigt werden. Zielverschärfungen haben einen großen Effekt auf den Gassektor und sie sind daher als Szenario im NEP Gas zu diskutieren.

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