14.4.2014

bne zur Beschaffung von Lastflusszusagen: Effizienter bei maximal monatlicher Ausschreibung

Die weiter präzisierten Vorgaben für die Fernleitungsnetzbetreiber zur Beschaffung von Lastflusszusagen enthalten kleine Verbesserungen gegenüber der vorläufigen Anordnung „KOLA“. Dies stellt der bne in einem Kommentar zum Entscheidungsentwurf der Bundesnetzagentur (BNetzA) im Hauptsacheverfahren (Az. BK9-14-606) fest. So verkürzt etwa die Verschiebung des jährlichen Ausschreibungstermins auf den 15. Oktober den Zeitverzug zwischen Ausschreibung und Abruf der jährlich ausgeschriebenen Lastflusszusagen. Das kann sich positiv auf die Planbarkeit des Bedarfs auswirken und erlaubt möglicherweise mehr Anbietern als zuvor, an der Ausschreibung teilzunehmen. Auch die ergänzte Verpflichtung der Fernleitungsnetzbetreiber, die Marktgebietsverantwortlichen über die kontrahierten Lastflusszusagen zu informieren, kann zu mehr Effizienz im Gesamtsystem beitragen. Leider bleibt der starke Fokus auf langfristigen, nur einmal jährlich stattfindenden Ausschreibungen erhalten. Daher wird die Festlegung wohl kaum zur erhofften Zunahme an Angeboten von Lastflusszusagen führen. Doch selbst eine optimierte Beschaffung von Lastflusszusagen, darf nicht zur Vernachlässigung der Pflicht der Netzbetreiber führen, dauerhafte Engpässe durch Netzausbau zu beseitigen sowie andere, effizientere und wettbewerbsneutrale Engpassinstrumente zur Kapazitätsbereitstellung einzusetzen.

Anhang