17.8.2016

bne zum Grünbuch Energieeffizienz: „Leitbild anpassen“

Zum vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie veröffentlichten Diskussionspapier „Grünbuch Energieeffizienz“ erklärt Robert Busch, Geschäftsführer des Bundesverbandes Neue Energiewirtschaft (bne):

„Der Umbau hin zu einer dezentralen, dekarbonisierten und digitalen Energiewirtschaft ist in vollem Gange. Die Bundesregierung hat diesen Prozess durch Entscheidungen zum Strommarkt, zum Erneuerbare-Energien-Gesetz oder zur Digitalisierung der Energiewende gestärkt. Ziel ist eine weitestgehend CO2-freie Energieversorgung bis zur Jahrhundertmitte. Die Unternehmen der Energiewirtschaft arbeiten bereits an vielen Lösungen, die etwa erneuerbare Erzeugung mit Speicherung verbinden und intelligent mit dem Wärme- und Verkehrssektor vernetzen. Diese Entwicklung steht am Beginn und darf nicht durch eine zu einseitige Fokussierung auf bestimmte Maßnahmen gebremst werden. Aus diesem Grund muss ein noch aus der Zeit der reinen fossilen Energieversorgung stammendes, einfaches Leitbild der Energieeffizienz, wonach allein jede nicht verbrauchte Kilowattstunde per se gut ist, in der zukünftigen Energiewelt abgelöst werden, durch ein neues Leitbild der Systemeffizienz. Diese muss die Sektoren Strom, Wärme und Mobilität einbeziehen, Flexibilität ermöglichen und neben Energieeinsparung Raum für weitere Dekarbonisierungsoptionen schaffen. Als Vertreter der neuen Energiewirtschaft freut sich der bne darauf, den Gedanken der Systemeffizienz in den Dialogprozess zum Grünbuch Energieeffizienz einzubringen.“