31.1.2014

bne zum aktuellen Test von Stromanbietern der Stiftung Warentest: „Das Modell ‚Hauptsache Billig‘ hat keine Zukunft“

Berlin, 31. Januar 2014. Tarif-Tricksereien einzelner Discount-Stromanbieter, wie sie die Stiftung Warentest zu Recht kritisiert, behindern den fairen Wettbewerb.
 
 
„Unseriöse Geschäftspraktiken einzelner Discount-Stromanbieter schaden dem Ansehen der gesamten Branche. Die Verbraucher werden dadurch unnötig verunsichert“, kritisiert Robert Busch, Geschäftsführer des Bundesverbandes Neuer Energieanbieter e.V. (bne). Die Folgen sind bereits spürbar: Der Zuwachs bei Stromanbieterwechseln stagnierte im vergangenen Jahr. „Wenn Verbraucher aus Furcht vor unseriösen Anbietern nun bei ihrem teuren Grundversorger verharren, verpassen sie ihre einzige Chance, den steigenden Stromkosten zu entkommen“, betont Busch.  Darunter leide der gesamte Wettbewerb auf dem Strommarkt.
 
         Busch betont, dass die überwiegende Mehrheit der über 800 Energieversorger in Deutschland seriös agiere. Dazu zählen auch die im bne organisierten Unternehmen, die mittlerweile über sieben Millionen Kunden versorgen. Der bne-Geschäftsführer kritisiert das Geschäftsmodell einiger Discount-Anbieter, das nur auf einen schnellen Kundenfang ausgerichtet sei. „Solche Lockvogelangebote sind nicht nachhaltig. Diese Unternehmen agieren ohne Perspektive“, kritisiert Busch. Die Energiewende verlange nach modernen  Energieversorgern, die ihre Kunden nicht nur mit Strom und Gas, sondern auch mit intelligenten Energiedienstleistungen beliefern können. „Dafür braucht es mehr als nur einen ersten Platz bei einigen Wechselportalen“, betont Busch. „Das Modell ‚Hauptsache Billig‘ hat keine Zukunft.“
 
         Der bne engagiert sich seit ihrer Gründung im Jahr 2011 in der Schlichtungsstelle Energie für mehr Transparenz im Markt. Auf Druck des bne berichtet die Schlichtungsstelle seit dem vergangenen Jahr an die Bundesnetzagentur über Energieversorger, die besonders viele Streitfälle verursachen. „Hilfreich wäre es, wenn auch den Verbrauchern diese Informationen einfach zur Verfügung stünden – etwa auf der Internetseite der Schlichtungsstelle“, fordert Busch.

Anhang