Liebe Leserinnen und Leser,

es ist kein gutes Zeugnis, welches die Bundesnetzagentur Verteilnetzbetreibern in Sachen Transparenz ausstellt: Im Vergleich mit Regulierungssystemen in anderen europäischen Ländern und den USA liege Deutschland in diesem Punkt auf dem vorletzten Platz, nur Italien schneide schlechter ab, ist im aktuellen Evaluierungsbericht zur Anreizregulierung zu lesen. Viele Verteilnetzbetreiber halten mit wichtigen Daten immer noch hinterm Berg, oder veröffentlichen diese nur kleckerweise, wie etwa Angaben zu Netzentgelten. Der bne kritisiert diese für unabhängige Wettbewerber hinderliche Praxis schon seit langem, und bekommt dabei nun Unterstützung von der Bundesnetzagentur. Diese kommt nämlich zu dem Schluss, dass eine verbindliche Veröffentlichung der Netzentgelte für die Betreiber keinen Nachteil mit sich bringt (siehe TOP NEWS III).

Weitere wichtige Energienachrichten aus Bonn, Berlin und Brüssel:

1. TOP NEWS I: bne-Konferenz auf der E-world +++ Moderne Netzentgeltstrukturen

2. TOP NEWS II: bne unterstützt Grünstrom-Markt-Modell

3. TOP NEWS III: Bundesnetzagentur empfiehlt überarbeitete Anreizregulierung

4. TOP NEWS IV: bne fordert marktnahe Lösungen bei Versorgungssicherheit

5. TOP NEWS V: bne-Kompass erschienen +++ Schöne flexible Energiewelt

6. EU I:  Durchführungsverordnung zu REMIT in Kraft getreten +++ ACER startet REMIT-Portal

7. EU II: ACER veröffentlicht Monitoringbericht zum Engpassmanagement im Gasbereich 

8. EU III: ACER legt aktualisiertes Gas-Target-Model vor

9. EU IV: Entso-E warnt vor Netzschwankungen durch fluktuierende Erzeugung

10. EU V: CEER veröffentlicht Arbeitsprogramm 2015

11. EU VI: Entso-E veröffentlicht Statistisches Jahrbuch 2013

12. REGIERUNG: Entwurf für IT-Sicherheitsgesetz beschlossen

13. BMWI: Gesetzentwurf zur Ladesäulenverordnung vorgelegt +++ bne nimmt Stellung

14. BUNDESTAG: Grundversorgung wird weniger genutzt

15. BUNDESNETZAGENTUR I: Neue Websites zu Marktransparenzstelle und zu REMIT online

16. BUNDESNETZAGENTUR II: Beschluss im Festlegungsverfahren GABi Gas 2.0 veröffentlicht

17. BUNDESNETZAGENTUR III: Szenariorahmen Netzentwicklungsplan Strom 2025 genehmigt

18. GAS: Berliner Konzessionsabgabe wird 2015 wie bisher abgerechnet

19. NETZE:  Mehr Transparenz und Information für die Betroffenen geplant

20. STUDIE I: Temporäres Fangnetz als letzte Kapazitätsreserve

21. STUDIE II: Versorger müssen Bedürfnisse der Kunden stärker berücksichtigen

22. STUDIE III: Einsatz von Lastmanagement im Ausland

23. STUDIE IV: Erneuerbare günstiger als Konventionelle

24. STUDIE V: Kurzstudie zur Weitergabe sinkender Großhandelspreise Gas und Gegendarstellung

25. bne in den Medien: bne auf Spiegel online, beim Inforadio,  bei e21 und anderen


1. TOP NEWS I: bne-Konferenz auf der E-world +++ Moderne Netzentgeltstrukturen

Haben Sie sich schon angemeldet? Für die halbtätige bne-Konferenz „Wettbewerbliche Anforderungen an moderne Netzentgeltstrukturen“ auf der E-world am 11. Februar in Essen sind noch wenige Plätze frei!

Es erwarten Sie spannende Vorträge von verschiedenen Experten: Karsten Bourwieg wird zum Handlungsbedarf in Bezug auf Netzentgelte aus Sicht der Bundesnetzagentur berichten. Maurice Gadet vom niederländischen Netzbetreiber Enexis wird das Flatrate-Modell seines Unternehmens vorstellen – die Leistungstarife. Außerdem wird Thomas Pietsch von den Städtischen Werken Magdeburg über Lösungen aus der Praxis berichten. Dr. Jens Büchner von E-Bridge wird die Details der Verteilnetzstudie vorstellen, die sein Unternehmen für das Bundeswirtschaftsministerium erarbeitet hat.

Wir freuen uns auf Ihr Kommen!

Zum Download:

Das Programm und die Möglichkeit zur Anmeldung

 

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2. TOP NEWS II: bne unterstützt Grünstrom-Markt-Modell

Die Direktlieferung von Ökostrom an Kunden mit Zertifikat ist seit der Abschaffung des Grünstromprivilegs im vergangenen Jahr nicht mehr wirtschaftlich möglich. Da es aber ein wachsendes Interesse an solchen Produkten gibt, hat sich der bne im Rahmen der Novelle des Erneuerbaren-Energien-Gesetzes (EEG) dafür ausgesprochen, einen solchen alternativen Vermarktungsweg per Verordnungsermächtigung zu ermöglichen. Das Grünstrom-Markt-Modell bietet einen sinnvollen Ansatz, um dies zu verwirklichen, wie der bne in einer Pressemeldung am 26. Januar betonte. Nach dem von verschiedenen Unternehmen der Branche entwickelten Modell, darunter bne-Mitglied Clean Energy Sourcing AG, kaufen die Vertriebe den Strom bei den EEG-Anlagenbetreibern ein und liefern ihn ohne den Umweg über die Börse mit Zertifikat direkt an Kunden. Das Modell belastet dabei nicht die EEG-Umlage. Das Modell ermöglicht zudem Mieterstromprojekte und schafft einen Anreiz für Flexibilitätsoption wie Speicher oder Lastmanagement.

Zum Download:

Das Grünstrom-Markt-Modell

Pressestatement des bne

 

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3. TOP NEWS III: Bundesnetzagentur empfiehlt überarbeitete Anreizregulierung

Das seit 2009 geltende System der Anreizregulierung hat sich bewährt und soll nun angesichts der wachsenden Menge an dezentralen Energien in den Verteilnetzen weiterentwickelt werden. So lauten Kernpunkte des Evaluationsberichts der Bundesnetzagentur (BNetzA) zur Anreizregulierung, der am 21. Januar veröffentlicht wurde. Die Behörde hatte das System der Regulierung der Erlösobergrenzen in den vergangenen zwölf Monaten auf Grundlage der Daten von 200 Netzbetreibern evaluiert.
Die BNetzA empfiehlt unter anderem, den Zeitverzug bei Investitionen in die Verteilnetze anzugehen. Zudem will sie Anreize für Effizienz und Innovation erhöhen. Ein Vorschlag: Netzbetreiber sollen die Möglichkeit bekommen, Effizienzgewinne in die kommende Regulierungsperiode zu übertragen.

Der bne hat den Bericht der BNetzA in  einer Pressemitteilung am 21. Januar begrüßt. Die Analyse zeige, dass das System funktioniere. Die vor einigen Jahren aufgebaute Drohkulisse, die vor Einnahmeverlusten für Kommunen und Stadtwerke infolge der Anreizregulierung gewarnt habe, sei nachweislich falsch gewesen. Positiv sieht der bne, dass der Bericht deutlich Fortschritte bei der Transparenz anmahnt. Die Analyse der Autoren des Berichts fällt dabei deutlich aus: Im Vergleich mit Regulierungssystemen in anderen europäischen Ländern und den USA liege Deutschland beim Thema Transparenz auf dem vorletzten Platz, gefolgt nur von Italien. Der Bericht kritisiert dabei dezidiert, dass viele Verteilnetzbetreiber ihre Angaben zu den Entgelten nach dem 15. Oktober noch einmal ändern. Der bne hatte diese Praxis in der Vergangenheit wiederholt angeprangert (siehe dazu u.a. Newsletter 11/2014 vom 20. November 2014). Die Bundesnetzagentur stellt nun eindeutig fest, dass eine verbindliche Veröffentlichung der Netzentgelte für die Betreiber materiell keinen Nachteil mit sich bringt. Aus bne-Sicht ebenfalls hervorzuheben: die Aussagen des Berichts zu den vereinfachten Vorgaben für kleine Netzbetreiber bei der Regulierung, die der bne immer wieder kritisiert hat. Die Autoren des Berichts attestieren Unternehmen im vereinfachten Verfahren eine materielle Besserstellung, die effiziente Netzzusammenschlüsse verhindere. Der bne wiederholte angesichts dieser Analyse seine Forderung nach einer Abschaffung der Sonderregeln für kleine Verteilnetzbetreiber.

Zum Download:

Der Evaluationsbericht zur Anreizregulierung

Die Pressemitteilung der Bundesnetzagentur

Die bne-Pressemitteilung

 

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4. TOP NEWS IV: bne fordert marktnahe Lösungen bei Versorgungssicherheit

In einem Pressestatement hat der bne am 20. Januar die ablehnende Haltung von Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel zu Kapazitätsmarktmodellen unterstützt. Eine Konservierung von Überkapazitäten auf Kosten der Verbraucher darf es auch aus bne-Sicht nicht geben. Nötig ist dagegen eine effiziente und wettbewerbliche Sicherung der Energieversorgung. Aus bne-Sicht müssen dabei Erzeugung, Speicher und Lastmanagement sowie der Handel mit den europäischen Nachbarn miteinbezogen werden. Mit dem bne-Flexmarkt hat der bne bereits ein marktnahes Instrument vorgelegt, mit dem sich die fluktuierende Stromproduktion aus Wind und Sonne absichern lässt.

Zum Download:

Pressestatement des bne

Der bne-Flexmarkt

 

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5. TOP NEWS V: bne-Kompass erschienen +++ Schöne flexible Energiewelt

Bei steigenden Anteilen von erneuerbaren Energien wird Flexibilität zu einem immer wichtigeren Gut des Energiesystems. Kraftwerke, Speicher, Lastmanagement oder der Handel können und müssen zu einem effizienten Ausgleich von Erzeugung und Verbrauch beitragen. Wie eine wettbewerbliche und flexible Energiewelt von Morgen aussehen kann und welche Chancen dabei für Unternehmen und Verbraucher entstehen, zeigt der neue bne-Kompass.

Im Heft wird nicht nur das bne-Konzept des Flexmarktes vorgestellt: Über die Themen Nachfrageflexibilität und Grünstromvermarktung berichten die bne-Mitglieder EnerNOC und Clean Energy Sourcing; die Flexibilisierung des Börsenhandels beleuchtet EEX- und Epex-Spot-Manager Tobias Paulun im Interview. Über die Frage, ob jenseits der Flexibilisierung noch Optionen wie etwa Kapazitätsmärkte nötig sind, um die Versorgungssicherheit zu gewährleisten, diskutieren außerdem bne-Geschäftsführer Robert Busch und Stephan Kohler, langjähriger Geschäftsführer der Deutschen Energieagentur.

Wir wünschen Ihnen eine spannende Lektüre!

Zum Download:

Der Kompass im E-Reader-Format

Der Kompass als PDF

 

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6. EU I:  Durchführungsverordnung zu REMIT in Kraft getreten +++ ACER startet REMIT-Portal

Die Durchführungsverordnung zur REMIT, der Verordnung über die Integrität und Transparenz des Energiegroßhandelsmarktes, ist am 7. Januar in Kraft getreten. Bereits am 18. Dezember 2014 wurde die Verordnung im Amtsblatt der Europäischen Union veröffentlicht. Die EU-Kommission hatte die Verordnung am 17. Dezember 2014 angenommen.

Am 8. Januar hat die Agentur für die Zusammenarbeit der Energieregulierungsbehörden in Europa, ACER, ihr REMIT-Portal freigeschaltet. Das Online-Portal soll künftig die zentrale Stelle sein, an der Marktteilnehmer ihre Daten für das REMIT Informationssystem eingeben. Hierfür können diese sich als RRMs – Registered Reporting Mechanisms – registrieren. ACER stellt auf dem Portal auch unterstützende Benutzerhandbücher zu verschiedenen Themen bereit, wie z.B. zu Transaktionen oder Fundamentaldaten.

Zum Download:

Die Durchführungsverordnung REMIT im EU-Amtsblatt

Das REMIT-Portal

 

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7. EU II: ACER veröffentlicht Monitoringbericht zum Engpassmanagement im Gasbereich  

Engpassmanagementverfahren im Gasbereich werden in der Europäischen Union nur begrenzt umgesetzt und angewendet. Zu diesem Schluss kommt die Agentur für die Zusammenarbeit der Energieregulierer in Europa, ACER, in ihrem am 13. Januar veröffentlichten Monitoringbericht zu „Gas Congestion Management Procedures in 2014“. ACER empfiehlt in dem Bericht unter anderem den Übertragungsnetzbetreibern, künftig die dynamische Neuberechnung von zusätzlichen Kapazitäten in Hinblick auf die Frequenz zu verbessern. Darüber hinaus soll auch das Engpassmanagement stärker harmonisiert werden und die nationalen Regulierungsbehörden werden dazu angehalten, sowohl ihre Datenmeldungen als auch die der Übertragungsnetzbetreiber an die ACER und die Transparenzplattform der ENTSO-G zu erleichtern.

Für den Monitoringbericht hatte ACER Daten von Übertragungsnetzbetreibern, nationalen Regulierungsbehörden sowie detaillierte Analysen und Fallstudien ausgewertet.

Zum Download:

Der Monitoringbericht

 

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8. EU III: ACER legt aktualisiertes Gas-Target-Model vor

Versorgungssicherheit bei einer hohen Importquote, Effizienzvorgaben und die Dekarbonisierung der Energiewirtschaft sind für den europäischen Gasmarkt eine gewaltige Herausforderung. Die Agentur für die Zusammenarbeit der Energieregulierer in Europa, ACER, veröffentlichte am 8. Januar daher einen aktualisierten Entwurf für das bereits 2011 entwickelte Gas-Target-Model (GTM). Mit der Neufassung beabsichtigt ACER, die geänderten Anforderungen abzudecken. Die im 3. Energiebinnenmarktpaket verankerten Netzkodizes bringen die nationalen Gasmärkte in der EU zwar näher zusammen. Allerdings würden die auf diese Weise harmonisierten Marktregeln für den Großhandel und die Fernleitungsnetze ein Gesamtkonzept für einen vollständig funktionierenden Binnenmarkt nicht ersetzen, so ACER in ihrer Pressemitteilung.

Zum Download:

Das aktualisierte Gas-Target-Model

 

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9. EU IV: Entso-E warnt vor Netzschwankungen durch fluktuierende Erzeugung

Die zunehmende Einspeisung fluktuierender Erzeugung wird immer mehr zu einer Gefahr für die Stabilität Übertragungsnetze. Zu dieser Einschätzung kommt Entso-E, der Verband der europäischen Übertragungsnetzbetreiber, in einem am 14. Januar veröffentlichten Positionspapier. Vor allem die Einspeisung durch Photovoltaik(PV)-Anlagen werde immer mehr zu einem operationellen Risiko: Sie sind  an die Verteilnetze angeschlossen, deren Bereich für Frequenzabweichungen viel kleiner sei, als der der Übertragungsnetze. Fielen nun mehrere Verteilnetze aufgrund einer plötzlichen Abregelung aus, würde dies zu einem Ungleichgewicht auf Übertragungsnetzeben führen, so das Papier. Die Reserven der Übertragungsnetzbetreiber zum Ausgleichen solcher zunehmend auftretenden Ungleichgewichte reichten inzwischen nicht mehr aus. Entso-E ruft die Mitgliedstaaten deshalb unter anderem dazu auf, PV-Anlagen entsprechend nachzurüsten, so dass diese nicht mehr automatisch vollständig vom Netz gehen.

Zum Download:

Das Positionspapier

 

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10. EU V: CEER veröffentlicht Arbeitsprogramm 2015

Am 9. Januar hat der Rat der Europäischen Energieregulierungsbehörden (CEER) sein Arbeitsprogramm für 2015 veröffentlicht. Schwerpunkte setzt die Organisation vor allem bei der Weiterentwicklung von Endkundenmärkten, sowie der Definition der Rolle des Verteilnetzbetreibers unter den sich ändernden Rahmenbedingungen des Strommarktes. Dies bezieht sich vor allem auf die wachsenden Anteile von erneuerbaren Energien im europäischen Energiemix. Der bne wird sich hierbei an der von CEER im ersten Halbjahr 2015 durchgeführten öffentlichen Konsultation zur künftigen Rolle und Verantwortlichkeiten der Verteilnetzbetreiber beteiligen. Auch an der Jahreskonferenz von CEER zum Thema Marktflexibilität und Demand Response Ende Januar in Brüssel wird der bne teilnehmen und sich aktiv mit dem vom bne entwickelten Flexmarktkonzept einbringen.  

Zum Download:

Das CEER-Arbeitsprogramm 2015

Das bne-Flexmarktkonzept

Das Programm der CEER-Jahreskonferenz

 

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11. EU VI: Entso-E veröffentlicht Statistisches Jahrbuch 2013

Der Verband der europäischen Übertragungsnetzbetreiber, Entso-E, hat am 15. Dezember 2014 das „Statistische Jahrbuch 2013“ veröffentlicht. Es liefert einen Überblick über die Energiesysteme der in Entso-E vertretenen Übertragungsnetzbetreiber. Zu den dargestellten Werten zählen die Nettostromerzeugung, die Erzeugungsstruktur inklusive Kapazitäten, der Stromtransport und der Verbrauch im Jahr 2013. Folgendes Bild zeichnet sich ab: In 2013 ging der Stromverbrauch erneut, und damit das dritte Jahr in Folge, zurück. Erzeugungskapazitäten haben sich weiter erhöht, allerdings in weniger starkem Maße als im vorangegangenen Jahr. Der Zuwachs lag bei 14 Gigawatt (GW), während 2012 noch ein Zuwachs von 43 GW verzeichnet worden war.

Zum Download:

Das Jahrbuch

 

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12. REGIERUNG: Entwurf für IT-Sicherheitsgesetz beschlossen

Am 17. Dezember 2014 hat die Bundesregierung in ihrer Kabinettsitzung den Entwurf eines „Gesetzes zur Erhöhung der Sicherheit informationstechnischer Systeme“ beschlossen. Im Mittelpunkt steht der Schutz der IT-Systeme von kritischen Infrastrukturen. Solche IT-Systeme fänden sich auch bei Netzbetreibern und Erzeugern im Energiemarkt. Laut Gesetzentwurf müssen diese ein Mindestmaß an IT-Sicherheit einhalten und Störungen dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) melden. Das BSI wiederum soll mindestens einmal jährlich einen Bericht über die Gefahren für die Sicherheit der Informationstechnik für das Bundesministerium des Innern verfassen.

Zum Download:

Der Gesetzentwurf

 

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13. BMWI: Gesetzentwurf zur Ladesäulenverordnung vorgelegt +++ bne nimmt Stellung

In dem vom Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) vorgelegten Entwurf einer Ladesäulenverordnung müssen noch Anpassungen in Hinblick auf diskriminierungsfreie, allgemeine Zugänglichkeit vorgenommen werden. Der bne hat in seiner Stellungnahme vom 21. Januar deshalb vor allem darauf hingewiesen, dass der Entwurf derzeit keine Möglichkeit bietet, Ladesysteme außerhalb der vorgesehenen Norm zu etablieren. Außerdem fordert der bne die Einführung einer Bagatellgrenze für die Anschlussgröße für Ladepunkte.

Das BMWi hatte den Verordnungsentwurf kurzfristig am 16. Januar vorgelegt und zur Konsultation gestellt.

Zum Download:

Die bne-Stellungnahme

 

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14. BUNDESTAG: Grundversorgung wird weniger genutzt

Der Anteil der Stromkunden, die sich noch in der Grundversorgung befinden, sinkt langsam, aber beständig. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung vom 2. Dezember 2014 auf eine Kleine Anfrage der Bundestagfraktion Bündnis 90/ Die Grünen hervor. Die Bundesregierung analysiere derzeit die Bedingungen in der Grundversorgung, so das Papier, und werde daraus zu gegebener Zeit ihre Schlussfolgerungen ziehen. Darüber hinaus empfiehlt die Bundesregierung, auch weiterhin regelmäßig einen Lieferanten- oder Tarifwechsel zu prüfen. Eine aktuelle Untersuchung der Vergleichsportals Check 24 vom 19. Januar zeigt, dass die Preise in der Grundversorgung seit dem Jahr 2007 deutlich stärker gestiegen sind als der durchschnittliche Strompreis.

Zum Download:

Die Antwort der Bundesregierung

Die Kleine Anfrage der Grünen

Die Strompreisstudie von CHECK 24

 

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15. BUNDESNETZAGENTUR I: Neue Websites zu Marktransparenzstelle und zu REMIT online

Seit dem 15. Januar ist die Markttransparenzstelle für den Großhandel mit Strom und Gas bei der Bundesnetzagentur (BNetzA) mit einer eigenen Website online. Auf der Seite finden sich Informationen zu den Aufgaben und Dokumente der Markttransparenzstelle sowie zu den Meldepflichten der Marktbeteiligten.

Ebenfalls online gegangen ist am 15. Januar das neue REMIT-Informationsportal der BNetzA. Interessierte finden auf der Seite Informationen zur EU-Verordnung REMIT (Regulation on Wholesale Energy Market Integrity and Transparency), den damit verbundenen Pflichten der Marktteilnehmer sowie den Aufgaben der Bundesnetzagentur zur Durchsetzung der Verbote von Insiderhandel und Marktmanipulation.

Weitere Informationen:

Die Website der Markttransparenzstelle

Das REMIT-Portal

 

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16. BUNDESNETZAGENTUR II: Beschluss im Festlegungsverfahren GABi Gas 2.0 veröffentlicht

Zum 1. Oktober 2015 wird es geänderte Regelungen für die Gasbilanzierung geben. Am 19. Dezember 2014 beschloss die Beschlusskammer 7 der Bundesnetzagentur (BNetzA) die Festlegungsänderung zur Gasbilanzierung („GaBi Gas 2.0") und setzt damit den europäischen Netzkodex Gasbilanzierung um. Der Grundsatz der Tagesbilanzierung bleibt auch im neuen Bilanzierungssystem erhalten, unter anderem werden aber die Ausgleichsenergiepreise nach einem anderen Ansatz berechnet. Für RLM- und SLP-Entnahmestellen wird es zudem unterschiedliche Berechnungsgrundlagen für die Regelenergieumlage geben. Vom Umsetzungstermin 1. Oktober 2015 ausgenommen sind die neuen Regelungen zu untertägigen Verpflichtungen sowie zur Informationsbereitstellung – diese sind erst ein Jahr später, ab dem 1. Oktober 2016 anzuwenden. In einem nächsten Schritt wird der Beschluss auf die Geschäftsprozesse im Leitfaden Bilanzkreismanagement und den Bilanzkreisvertrag übertragen.

Zum Download:

Der BNetzA-Beschluss zu GABi Gas 2.0

Die englische Fassung des Tenors

 

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17. BUNDESNETZAGENTUR III: Szenariorahmen Netzentwicklungsplan Strom 2025 genehmigt

Am 19. Dezember 2014 hat die Bundesnetzagentur (BNetzA) den Szenariorahmen für den Netzentwicklungsplan Strom 2025 genehmigt. Alle enthaltenen Szenarien würden die neuen Rahmenbedingungen durch die EEG-Reform 2014 berücksichtigen, so die BNetzA. Im Vergleich zu bisher genehmigten Szenariorahmen enthält das neue Dokument mehrere Änderungen. So bleiben beispielsweise künftig die Leistungsspitzen von PV- und Windanlagen an Land bei der Ermittlung des Netzausbaubedarfs unberücksichtigt. Außerdem gibt es ein spezielles Szenario, bei dessen Anwendung die energiepolitischen Ziele der Bundesregierung, z.B. Effizienzsteigerungen, erreicht werden können.  

Zum Download:

Der genehmigte Szenariorahmen und Begleitdokumente

 

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18. GAS: Berliner Konzessionsabgabe wird 2015 wie bisher abgerechnet

Die Regeln des alten Konzessionsvertrages werden auch 2015 angewendet; die NBB Netzgesellschaft Berlin Brandenburg betreibt weiterhin das Gasnetz in Berlin. Am 18. Dezember 2014 informierten das Land Berlin und die Gasag über den Abschluss einer entsprechenden Interimsvereinbarung. Die Vereinbarung schließt die Regelungslücke, da der alte Gaskonzessionsvertrag zum 31.12.2013 ausgelaufen war und die Übergangsfrist gemäß § 48 (4) EnWG zum 31.12.2014 endete. Aktuell ist noch immer offen, wer die neue Konzession für das Gasnetz erhält. Erst am 9. Dezember 2014 untersagte das Landgericht Berlin dem Land Berlin, „das Nutzungsrecht für den Betrieb des Gasversorgungsnetzes zu vergeben oder mit einem durch Umwandlung des Landesbetriebes Berlin Energie hervorgegangenen Unternehmen einen Gaskonzessionsvertrag abzuschließen“. Die Kammer hatte Zweifel an der Bieterfähigkeit der Berlin Energie geäußert und Mängel im Vergabeverfahren kritisiert. Die schriftliche Urteilsbegründung wird im neuen Jahr erwartet. Die SPD-Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus hat bereits angekündigt, gegen das Urteil klagen zu wollen.

Zum Download:

Die Pressemitteilung des Landgerichts Berlin

Die Pressemitteilung der Gasag

 

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19. NETZE:  Mehr Transparenz und Information für die Betroffenen geplant

Um bei Kommunen und Bevölkerung mehr Akzeptanz für Netzausbauprojekte zu erreichen, müssen diese frühzeitig und transparent über geplante Projekte informiert und in diese einbezogen werden. Zu diesem Schluss sind die Übertragungsnetzbetreiber und die kommunalen Spitzenverbände gekommen, wie aus dem gemeinsamen, am 14. Januar veröffentlichten Positionspapier „Information und Dialog beim Netzausbau“ hervorgeht. Es gehe darum, die direkt betroffenen Bürger frühzeitig anzusprechen, über die Rollen und Aufgaben verschiedener Akteure zu informieren und über die gesetzlichen Hintergründe der Infrastrukturplanung zu informieren, so das Papier. Darüber hinaus sollten auch ggfs. anderweitige Planungen und Planungsabsichten von angrenzenden Kommunen in die Vorhaben mit einbezogen werden.

Zum Download:

Das Positionspapier

 

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20. STUDIE I: Temporäres Fangnetz als letzte Kapazitätsreserve

Der Netzbetreiber TenneT TSO hat seinen Vorschlag eines Fangnetzes konkretisiert. In der am 14. Januar vorgestellten Studie „Ein Beitrag zur Ausgestaltung eines Fangnetzes zur nachhaltigen Gewährleistung der Versorgungssicherheit“ schlägt TenneT vor, das Fangnetz als temporäre Erzeugungskapazitätsreserve zu nutzen, da sie deutlich effizienter und wirtschaftlicher als ein Kapazitätsmarkt funktionieren würde. Dabei sollen Fangnetz-Reserven vor allem die Erzeugungsdefizite aufgrund fehlender Einspeisung von Erneuerbaren abfangen. Das Fangnetz komme erst zum Einsatz, wenn alle anderen Maßnahmen nicht ausreichen, um Kapazitätsengpässen entgegen zu wirken, so die Autoren der Studie von E-Brigde Consulting. Es verhindere die kontrollierte Abschaltung von Verbrauchern in einzelnen Gebieten. Die Kosten des Fangnetzes sollen von den Marktteilnehmern getragen werden, die die Fangnetz-Reserve in Anspruch nehmen.

Bereits im Januar 2014 hatte TenneT sein Fangnetz-Modell im Rahmen eines Whitepapers zum Strommarktdesign vorgestellt – wir berichteten im bne-Newsletter 02/2014 vom 6. Februar 2014.  

Zum Download:

Die Studie

 

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21. STUDIE II: Versorger müssen Bedürfnisse der Kunden stärker berücksichtigen

Die Produkte von Energieversorgern sind häufig noch zu technikorientiert und bilden die Bedürfnisse der Kunden nicht ausreichend ab. Dies ist ein Fazit der Studie „Gesundheitscheck Energiewende – Folgen und Herausforderungen der Energiewende für Haushalte, Industrie und Energiewirtschaft“, die am 20. Januar von der Managementberatung Oliver Wyman veröffentlicht wurde. Es müsse höchste Priorität für Energieversorger sein, ein besseres Kundenverständnis zu entwickeln und vor allem einfache und maßgeschneiderte Produkte zu schaffen, die regionale Besonderheiten berücksichtigen, so die Autoren der Studie. Außerdem müssten Veränderungsprozesse in den Unternehmen vorangetrieben werden – dazu gehören innovative Vertriebstools und Geschäftsmodelle. Nur auf diese Weise können sich laut Studie die Versorger im wandelnden Energiesektor neu positionieren und Wettbewerbsvorteile erzielen.
Für die Studie waren mehr als 1.000 Haushalte und über 120 Unternehmen aus der Energiewirtschaft befragt worden.

Zum Download:

Die Präsentation der Studie

 

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22. STUDIE III: Einsatz von Lastmanagement im Ausland

Die Deutsche Energie-Agentur (dena) hat am 19. Dezember 2014 eine Analyse zum internationalen Einsatz von Lastmanagement veröffentlicht. Hierzu wurden die die Strategien und Maßnahmen zum Einsatz von Lastmanagement in den Ländern Dänemark, Schweiz und Frankreich ausgewertet. Auf dieser Grundlage leiten die Autoren Empfehlungen für Deutschland ab, wie z.B. die Anpassung der Regelenergieprodukte in Hinblick auf Ausschreibungsvorläufe, Zeitscheiben, Mindestangebotsgrößen und separate Ausschreibungen von positiver wie negativer Regelleistung. Außerdem empfiehlt die Studie, geeignete Prozesse und Standards zu entwickeln, mit deren Hilfe der Zugriff von Vermarktern flexibler Lasten auf die Bilanzkreise Dritter erleichtert wird. Schließlich sollte Lastmanagement bei der Entwicklung und Implementierung eines Kapazitätsmechanismus in Deutschland gleichberechtigt berücksichtig werden, so die dena.

Zum Download:

Die Analyse

 

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23. STUDIE IV: Erneuerbare günstiger als Konventionelle

Müssten Energieversorger die Folgekosten für Steuerzahler und Gesellschaft in ihrer Kostenkalkulation berücksichtigen, dann wären erneuerbare Energien nicht mehr die Preistreiber der Stromversorgung, sondern größtenteils heute schon wettbewerbsfähig. Zu diesem Schluss kommt Greenpeace Energy in seiner Studie „Was Strom wirklich kostet“, die am 14. Januar veröffentlicht wurde. Die Autoren der Studie, das Forum Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft, haben eine konventionelle-Energien-Umlage errechnet, die sich aus den Zusatzkosten für diese Energie zusammensetzt: Steuern, Subventionen und langfristige Folgekosten. Die Höhe dieser Umlage läge momentan bei rund 11 Cent pro Kilowattstunde und damit fast doppelt so hoch wie die EEG-Umlage in 2015, so die Studie.

Zum Download:

Die Studie

 

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24. STUDIE V: Kurzstudie zur Weitergabe sinkender Großhandelspreise Gas und Gegendarstellung

Der Wechsel des Gaslieferanten lohnt sich, schrieb die FAZ am 30. Dezember 2014. Anlass dieser Schlussfolgerung ist allerdings eine aktuelle Kurzstudie im Auftrag der GRÜNEN-Fraktion im Bundestag mit streitbaren Thesen. Nach der Kurzstudie, erstellt von EnergyComment und veröffentlicht am 7. Januar, würden die Gaslieferanten die gesunkenen Großhandelspreise nicht an die Verbraucher weiterreichen. Es ist von einer Margenerweiterung der Gasanbieter um mehr als 1,5 Mrd. Euro die Rede. Allerdings sind die Beschaffungsstrategien der Anbieter so individuell und vielfältig wie die Unternehmen selbst. Lesen Sie hierzu auch den ausführlichen Kommentar von Benedikt Schuler (vis proxy), der die sogenannte „Margenausweitung“ ganz anders einordnet.

Zum Download:

Die Kurzstudie zu Gaspreisen 2014-2015

Die Gegendarstellung von vis proxy

 

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25. bne in den Medien: bne auf Spiegel online, beim Inforadio,  bei e21 und anderen

Über den bne und seine Aktivitäten berichteten im laufenden Monat unter anderem Spiegel online, das Inforadio, das Energiemagazin e21, das Photovoltaikforum, Energie&Management, Joule und andere Medien.

Mehr dazu finden Sie in der bne-Presseschau.

 

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bne. Energie für die Märkte von morgen.